Internationale Erfahrungen sammeln, neue Techniken kennenlernen und den eigenen Horizont erweitern – diese Möglichkeit nutzten vier Auszubildende der Arnold-Bode-Schule Kassel gemeinsam mit neun Auszubildenden der Philip-Holzmann-Schule Frankfurt am Main im Rahmen eines zweiwöchigen ERASMUS-Auslandspraktikums im dänischen Apenrade.
Organisiert wurde der Aufenthalt für die Kasseler Auszubildenden von Frau Adamsky, Mobilitätsberaterin der Handwerkskammer Kassel, in Kooperation mit der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main. Pädagogisch begleitet wurden die Schülerinnen von den Lehrkräften Blumhagen und Gierth sowie zwei weiteren Kolleginnen und Kollegen der Frankfurter Schule.
Im Mittelpunkt des Praktikums stand die Erweiterung und Vertiefung fachpraktischer Kompetenzen im Bereich kreativer Maltechniken. Unter professioneller Anleitung erlernten und erprobten die Auszubildenden verschiedene anspruchsvolle Gestaltungstechniken, darunter:
- Holzimitationen
- Stucco decor di luce
- Arbeiten mit Effektpigmenten
- Lasurtechniken
- Marmorierungstechniken
Die Arbeiten wurden nach klar definierten Qualitätskriterien ausgeführt. Bereits nach kurzer Zeit entstanden überzeugende Ergebnisse, die den Zuwachs an handwerklichem Können sowie die hohe Motivation der Teilnehmerinnen deutlich sichtbar machten.
Ein besonderes Highlight war die kreative Gestaltung mehrerer großflächiger Wandbereiche im Flur der Bildungseinrichtung. Die Entwürfe wurden von den Auszubildenden eigenständig entwickelt und gestalterisch anspruchsvoll umgesetzt – ein sichtbares Zeichen gelungener internationaler Zusammenarbeit.
Den Abschluss des Praktikums bildete die Präsentation der entstandenen Arbeiten im Rahmen einer kleinen Ausstellung, zu der auch externe Gäste eingeladen waren.
Neben der fachlichen Arbeit bot der Aufenthalt zahlreiche kulturelle und gemeinschaftliche Erlebnisse. Die Unterbringung in modernen Tiny-Häusern auf einem nahegelegenen Campingplatz stärkte den Teamgeist und machte das Praktikum auch außerhalb der Werkstatt zu einer besonderen Erfahrung.
In ihrer Freizeit erkundeten die Teilnehmerinnen unter anderem die historische Altstadt von Apenrade, die Stadt Sønderborg, besuchten ein Handballspiel der örtlichen Damen-Bundesligamannschaft und verbrachten einen gemeinsamen Bowlingabend.
Das ERASMUS-Auslandspraktikum erwies sich für alle Beteiligten als äußerst bereichernd – sowohl in fachlicher als auch in persönlicher Hinsicht. Neben der Weiterentwicklung beruflicher Kompetenzen wurden insbesondere interkulturelle Fähigkeiten, Selbstständigkeit und Teamfähigkeit gestärkt.
Ein Projekt, das eindrucksvoll zeigt: Berufliche Bildung lebt vom internationalen Austausch – und kennt keine Grenzen.
(Bilder und Text: Gierth)
