Für die 11BÜA1, begann der diesjährige Arnold-Bode-Tag mit einem Spaziergang zum Fridericianum, wo wir trotz Kälte und Nieselregen ein intensives Gespräch über Arnold Bodes Beweggründe zur ersten Documenta 1955 und seine Ideen zu moderner Kunst führten. Die Lernenden diskutierten darüber, warum im Sinne Arnold Bodes alle Menschen Zugang zu Kunst haben müssen, und was Kunst eigentlich kann: Kritik an Gesellschaft und Politik ausdrücken, Ungerechtigkeiten aufzeigen und insgesamt eine Inspiration für das Leben und eigene Werte sein.

Weiter ging es zum Hugenottenhaus, wo eigene künstlerische Arbeiten Bodes gefunden wurden, wodurch er nicht mehr rein als Kurator, sondern auch selbst als Künstler wahrgenommen wurde. Die Artothek am Karlsplatz fanden die Jugendlichen besonders spannend, da ihnen die Idee sehr gefiel, dass durch das Ausleihen von Kunstwerken auch Menschen ohne viel Geld Zugang zu Kunst bekommen können.

Zurück in der Schule erarbeitete die Klasse eine „Mini-Documenta 11BÜA1“, wobei sie sich mit aktuellen gesellschaftlichen Problemen wie Klimawandel, Social Media oder den Epstein Files auseinandersetzen. In einer Ausstellung im Klassenraum mit gemeinsamer Reflexion fand dieses von der Klasse selbst gewünschte Projekt einen würdigen Abschluss – vorerst. Denn die Schülerinnen und Schüler der 11BÜA1 fanden, dass kritische Kunst ganz im Sinne von Bode nicht im Klassenraum verbleiben sollte, sondern dass sie nach außen getragen werden müsste und zu einem inhaltlichen Austausch führen sollte.

(Bilder & Text: Appel-Rinker)