Vom 7. bis 10. Mai 2026 reisten Miriam Knop, Steven Betz, Steffen Wickert und Jens Kroll nach Rumänien, um die nächste Entsendung von Auszubildenden im September 2026 vorzubereiten. Ziel der Erkundungstour war es, mögliche Arbeitsorte zu besichtigen, organisatorische Fragen zu klären und konkrete Bedarfe für das geplante Auslandspraktikum zu erfassen.
Nach der Anreise am Donnerstag über Dortmund nach Sibiu stand zunächst das Kennenlernen der Stadt auf dem Programm. Neben einem Rundgang durch die Innenstadt besuchte die Gruppe unter anderem das Brukenthalmuseum und ließ den ersten Tag mit einem gemeinsamen Abendessen ausklingen.
Am Freitag führte die Route zu mehreren Kirchenburgen in der Region. In Kleinschelken, Abtsdorf, Bußd und Pretai konnten die Teilnehmenden eindrucksvolle Einblicke in die Baugeschichte, den Erhalt und die Nutzung dieser besonderen Kulturdenkmäler gewinnen. Besonders wertvoll waren dabei die Begegnungen vor Ort, unter anderem mit Maria Pop sowie Rosi und Petre Popsor, die nicht nur fachliche Einblicke ermöglichten, sondern auch für einen persönlichen Austausch sorgten.
Der Samstag stand ganz im Zeichen der konkreten Vorbereitung. Nach dem Besuch des ehemaligen Bischofssitzes in Birthälm ging es nach Martinsdorf, wo Wolfgang Weigl, Elise und Ludwig durch die Handwerkerschule führten. Dabei entstand ein intensiver Dialog über handwerkliche Arbeiten, organisatorische Rahmenbedingungen und die Möglichkeiten, Auszubildende sinnvoll in bestehende Projekte einzubinden.
Anschließend besuchte die Gruppe Holzmengen und die Kirchenburg mit dem dazugehörigen Anwesen in Hosman. Dort wurden mögliche Aufgaben für die nächste Entsendung von 16 Auszubildenden im September 2026 besprochen, viele Objekte vermessen und in ersten Materiallisten festgehalten. Die denkbaren Arbeitsschritte reichen – abhängig von den finanziellen und sächlichen Möglichkeiten – von Arbeiten am Predigerhaus und Pfarrhaus über Reparaturen am Dach bis hin zu kleineren Maßnahmen am Burgcafé und am Übergang zur Kirchenburg. Die Umsetzungsmöglichkeiten werden nun durch Ruth Istvan und den Verein CEPIT geprüft.
Am Sonntag rundete der Besuch eines sanierten Sachsenhauses in Holzmengen die Reise ab, bevor die Rückreise über Brașov, den Flughafen Ghimbav und Dortmund erfolgte.
Die Erkundungstour hat uns gezeigt, wie viel Potenzial in der geplanten Entsendung steckt – sowohl fachlich, kulturell und menschlich. Für die Auszubildenden bietet das Auslandspraktikum die Chance, handwerkliche Arbeit an historischen Gebäuden mit interkulturellen Erfahrungen zu verbinden und damit Lernen weit über den normalen Unterricht hinaus erlebbar zu machen.
(Bilder: Kroll; Text: Gürich, erstellt mit Unterstützung von ChatGPT)
